Märkte bewegen, Zukunft gestalten
Was 1946 mit Mut, Tatkraft und dem Handel knapper Güter wie Getreide, Schreibpapier oder Stahlsieben begann, ist heute eine weltweit vernetzte Unternehmensgruppe. In acht Jahrzehnten hat CREMER neue Märkte erschlossen, Geschäftsbereiche aufgebaut und sich immer wieder weiterentwickelt – getragen von Menschen, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam neue Wege gehen.
Unsere Geschichte erzählt von unternehmerischem Weitblick, starken Partnerschaften und persönlichen Beziehungen, die über Generationen und Kontinente hinweg gewachsen sind. Sie zeigt, woher wir kommen, was uns bis heute prägt und warum wir mit Zuversicht nach vorn blicken.
Begleiten Sie uns auf einer Reise durch acht Jahrzehnte CREMER: von den Anfängen in Hannover bis zu unseren heutigen Aktivitäten auf allen Kontinenten.
1946
Ein Anfang aus dem Nichts
In einem halb zerstörten Haus in Hannover beginnt der 34-jährige Peter Cremer mit Getreide zu handeln. Mit Mut, Pragmatismus und einem guten Gespür für Chancen legt er damit den Grundstein für unsere heutige internationale Unternehmensgruppe.
1954
Hamburg wird neue Heimat
CREMER zieht in die Hansestadt um. Der Hamburger Hafen bietet beste Voraussetzungen für den internationalen Handel.
1956
Vom Handel zur Produktion
CREMER beginnt, selbst Mischfutter herzustellen. Damit erweitert das Unternehmen früh sein Geschäftsmodell und übernimmt weitere Schritte der Wertschöpfung.
1961
Der erste Schritt nach Asien
Peter Cremer richtet den Blick nach Osten. In Thailand entstehen erste Handelsaktivitäten und Produktionsanlagen. Weitere Standorte in Indonesien und auf den Philippinen folgen.
1966
Einstieg in die Lebensmittelproduktion
Peter Cremer und Werner Fischbach gründen die Lübecker Maismühle. Aus ihr entwickelt sich später Nordgetreide – heute ein bedeutender Hersteller von Cerealien und Lebensmitteln auf Getreidebasis.
1969
Eigene Schiffe für eigene Wege
Weil Transportkapazitäten fehlen, gründet Peter Cremer eine eigene Reederei. Zeitweise fahren bis zu 40 eigene und gecharterte Schiffe für CREMER. Eines davon benennt er nach seiner ältesten Enkelin „Leony“.
Mitarbeiter sind Unternehmer im Unternehmen.
Peter Cremer gründet das Unternehmen in einer Zeit des Mangels. Aus einem kleinen Getreidehandel entwickelt er mit Unternehmergeist, Hartnäckigkeit und Weitblick ein international tätiges Unternehmen, das heute in dritter Generation in Familienbesitz ist.
Dabei setzt er früh auf Menschen, die Verantwortung übernehmen und eigene Entscheidungen treffen.
1973
CREMER wächst in Südamerika
In Brasilien entsteht eine eigene Gesellschaft. Von Campinas aus entwickelt CREMER seine Aktivitäten im größten Land Südamerikas weiter, zunächst mit Agrarprodukten, später auch mit Stahl und Oleochemikalien.
1981
Die nächste Generation übernimmt
Mit 29 Jahren übernimmt Stefan Cremer die Geschäftsleitung von seinem Vater.
1992
Einstieg in den Stahlhandel
Mit der Gründung von CREMER STEEL erschließt das Unternehmen ein neues Geschäftsfeld. Heute handelt die Gesellschaft Stahlprodukte auf internationalen Märkten.
1993
Die zweite Generation wird verstärkt
Thomas Cremer, jüngster Sohn des Firmengründers und Bruder von Stefan Cremer, steigt in das Familienunternehmen ein. Seit 2009 engagiert er sich im Beirat und ist CREMER als Vertreter der Eigentümerfamilie bis heute eng verbunden.
Zu viel Kontrolle ist der Tod der Kreativität.
Stefan Cremer übernimmt das Unternehmen 1981 mit gerade einmal 29 Jahren und entwickelt es konsequent weiter. Er erschließt neue Länder, Branchen und Geschäftsmodelle und macht Vielfalt zu einer Stärke von CREMER.
Dabei vertraut er auf unternehmerisch denkende Mitarbeitende und gibt ihnen den Freiraum, eigene Ideen umzusetzen.
1999
Auf nach Cincinnati
CREMER gründet Peter Cremer North America und übernimmt ein Tankterminal am Ohio River. Aus einem kleinen Team entwickelt sich ein bedeutender Standort.
2003
Gemeinsam stärker in der Tierernährung
CREMER übernimmt deuka. Zusammen mit den CREMER Futtermühlen entsteht deuka Tiernahrung Cremer, heute der größte private Mischfutterhersteller Deutschlands.
2005
Neue Stärke in der Oleochemie
Von Glycerin und Fettsäuren bis zu Rohstoffen für Kosmetik, Lebensmittel und Pharmazie: CREMER bündelt verschiedene Aktivitäten unter dem Dach von CREMER OLEO.
2009
Erstmals externe Verstärkung in der Geschäftsführung
Mit Ullrich Wegner beruft CREMER erstmals einen familienexternen Geschäftsführer. Zunächst führt er das Unternehmen gemeinsam mit Stefan Cremer, ab 2016 als CEO.
2012
Mineralien und Erze erweitern das Portfolio
CREMER übernimmt schrittweise das Possehl Erzkontor. Damit kommen mineralische Rohstoffe und Erze als weiteres internationales Handelsgeschäft hinzu, das heute im CREMER ERZKONTOR gebündelt ist.
In Hamburg heimisch. In der Welt zu Hause.
Aus einem Handelshaus ist eine international vernetzte Unternehmensgruppe geworden. Rund 2.700 Mitarbeitende arbeiten heute für CREMER und seine Gesellschaften auf allen Kontinenten.
2016
Ein prägender Abschied
Stefan Cremer, der das Unternehmen 35 Jahre lang führte, verstirbt im Alter von 64 Jahren. Ullrich Wegner übernimmt die Geschäftsführung zunächst allein, bevor Thiemo Heinzen 2017 als CFO einsteigt. Die Cremer-Familie bleibt dem Unternehmen eng verbunden und gestaltet seine Entwicklung weiterhin aktiv mit.
2020
Ernährung verändert sich
CREMER erweitert sein Portfolio im Bereich pflanzenbasierter Lebensmittel: CREMER Sustainable Foods. Neue Beteiligungen und Produktionskompetenzen schaffen Angebote für alternative Proteine und moderne Ernährung.
Im Dialog mit der Welt.
Ullrich Wegner prägt CREMER über viele Jahre als CEO. Unter seiner Führung wächst die Unternehmensgruppe weiter, erschließt neue Geschäftsfelder und vernetzt ihre internationalen Gesellschaften enger miteinander.
Auch der persönliche Austausch mit Politik, Wirtschaft und Partnern spielt dabei eine wichtige Rolle. Zweimal begleitet Ullrich Wegner Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Mitglied einer Wirtschaftsdelegation.
2021
Eine Zentrale für Lateinamerika
CREMER OLEO eröffnet in Bogotá eine neue Lateinamerika-Zentrale. Von Kolumbien aus werden Produktions-, Handels- und Logistikaktivitäten in der Region koordiniert.
2023
Biodiesel aus Paraguay
In Villeta, einer der wichtigsten Industrieregionen Paraguays nahe der Hauptstadt Asunción, nimmt CREMER OLEO eine neue Biodiesel-Anlage in Betrieb. Sie verarbeitet regionales Sojaöl zu Biodiesel. Als Nebenprodukt entsteht Rohglycerin.
2025
Wechsel an der Spitze
Nach vielen Jahren als CEO geht Dr. Ullrich Wegner in den Ruhestand. Christian Flach übernimmt die Leitung von CREMER und bildet gemeinsam mit CFO Thiemo Heinzen die Geschäftsführung.
2026
CREMER wird 80
Acht Jahrzehnte nach der Gründung ist CREMER internationaler und vielfältiger denn je. Gleichzeitig bleiben wir unseren Wurzeln treu: unternehmerisch denken, langfristig handeln und Menschen Verantwortung übertragen.
CREMER hat alles, was ein erfolgreiches Unternehmen für die Zukunft braucht.
Seit Herbst 2025 führt Christian Flach CREMER als CEO. Für ihn liegt die besondere Stärke des Unternehmens in der Verbindung von Vielfalt, Unternehmenskultur und Begeisterung.
Wachstumschancen sieht er vor allem in den Bereichen Ernährung, Contract Manufacturing und im weiteren Ausbau der internationalen Aktivitäten. Entscheidend bleiben dabei die Menschen, die CREMER täglich gestalten.
Im Interview spricht Christian Flach über seine ersten Monate im Unternehmen, die besondere Kultur von CREMER und seine Vorstellungen für die Zukunft der Unternehmensgruppe.