Vielfalt, Freiheit und Vertrauen - Damian Krueger im Interview

Erzählen Sie uns doch bitte davon, wie Sie zu CREMER gekommen sind. 

Damian Krueger: Bevor ich meine Karriere bei CREMER begann, habe ich bei einem anderen Hamburger Handelsunternehmen in Shanghai gearbeitet. Nachdem ich sieben Jahren dort tätig war, wollte ich mich beruflich verändern. Auf Grund der Tatsache, dass Shanghai und China seinerzeit heiß begehrt waren, boten sich mir gleich mehrere Optionen in erstklassigen Unternehmen. Ich sah sehr schnell, dass CREMER am besten zu mir und meinen Erwartungen passt. Die Mitarbeiterkultur und die Reputation des Unternehmens sprachen mich sofort an.

Für mein Vorstellungsgespräch bei CREMER hatte ich fünf Lebensläufe ausgedruckt. Insgesamt führte ich dann stolze 16 inspirierende Gespräche, was ich in dieser Ausführlichkeit nicht kannte. Ich sah die Wertschätzung der verschiedenen Abteilungen, mich „auf Herz und Nieren“ zu prüfen, und ließ mich darauf ein. Selbst Unternehmensgründer Peter Cremer, der seinerzeit das Rentenalter bereits weit überschritten hatte, nahm sich ausgiebig Zeit. Er – sowie auch das Unternehmen – imponierten mir sehr und ich mochte die Unternehmenskultur vom ersten Tag an.

Ich mochte die Unternehmenskultur vom ersten Tag an."
Damian Krueger, CREMER Shanghai

Was genau machen Sie bei CREMER?

Damian Krueger: Als Geschäftsführer in einem globalen, aber familiengeführten Unternehmen schienen meine Zuständigkeiten zunächst endlos zu sein. Ich erinnere mich, dass es einige Zeit dauerte, bis ich grünes Licht für die Einstellung einer Assistenz bekam. Die Erwartung, dass ich alles selbst mache, disputierte ich damit, dass wir hier am falschen Ende sparen würden. Gottseidank konnte ich überzeugen. Seitdem haben wir über eine Milliarde US-Dollar an Handelsvolumen gehandelt.

Damals zwang mich diese Einstellung dazu, meine erste Kollegin präzise auszusuchen und das tue ich natürlich immer noch. Vieles ist wie vor 15 Jahren: Ich stelle Mitarbeiter*innen ein, arbeite mit großartigen Menschen und habe das Ziel, entweder den besten Preis zu erzielen, wenn wir Stahl-, Oleo- oder Agrarprodukte in China einkaufen oder einen fairen Preis für ein Endkunden-Produkt zu verhandeln.

Ich beschäftige mich mit dem Verkauf von Oleochemikalien und landwirtschaftlichen Produkten sowie mit dem Einkauf von Stahl- und Oleoprodukten hier in China. In Wuxi sorge ich für die Zufriedenheit unseres Kunden sowie das gute Verhältnis zur Regierung und dem Handel. Gerne beschäftige ich mich mit Corporate Identity und der kontinuierlichen Verbesserung des Unternehmens. Außerdem habe ich die Möglichkeit, Projekte aus dem Lebensmittel- oder Food-Bereich zu betreuen, wie zum Beispiel Frühstücks-Cerealien, Tee oder Schweinefutter, die mich über die Jahre begeistert halten. 

Wie viele Leute arbeiten im chinesischen Büro?

Damian Krueger: Wir sind sechs Mitarbeiter*innen in Shanghai und 140 in Wuxi. Der Umsatz beider Standorte ist in etwa gleich. Die Komplexität, das Know-how und das Geschäft sind aber völlig unterschiedlich.

Die Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Willenskraft der Asiaten sind beeindruckend und einzigartig."
Damian Krueger, CREMER Shanghai

Was macht CREMER in Wuxi?

Damian Krueger: Wir stellen ein neues Produkt für die (Schmutz-) Wäsche her, quasi ein Parfüm für die Wäsche.

Wie erleben Sie den asiatischen Markt im Vergleich zu anderen Teilen der Welt?

Damian Krueger: Ich bin natürlich etwas voreingenommen. Aber ich sehe, dass China bzw. Asien die neuen Supermächte sind, die mit den „Big Boyz“ und alten Helden um die Vormachtstellung ringen. Die Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Willenskraft der Asiaten sind beeindruckend und einzigartig. Der Kontinent ist bevölkerungsreich, verschmutzt, busy und es ist aufregend, hier zu arbeiten. Manchmal vermisse ich den blauen Himmel und die Struktur zu Hause in Deutschland. Aber ich habe hier in so kurzer Zeit so viel gelernt, dass ich keine Minute missen möchte.

Was mögen Sie am meisten an Ihrem Job?

Damian Krueger: Drei Dinge: Vielfalt, Freiheit und Vertrauen.

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